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Auckland und Sydney

Auckland Hafen

Nachdem wir alle unsere Sachen gewaschen, aus- bzw. sortiert und neu gepackt hatten, brachen wir am Freitag zur Sightseeing Tour durch Auckland auf. Mit 1,5 Millionen Einwohnern lebt in der Stadt zwar ein Drittel der Neuseeländer, allerdings ist Auckland für eine Grossstadt recht übersichtlich, so dass wir das Zentrum gut zu Fuss erkunden konnten. Viele verschiedene Nationen prägen das Stadtbild und da fast 20 Prozent der Auckländer asiatischer Abstimmung sind, hatten wir zum Teil das Gefühl eher in einer asiatischen Grossstadt als in Neuseeland unterwegs zu sein. Zunächst ging es in die Auckland Art Gallery, welche diverse moderne Werke neuseeländischer Künstler sowie einige historische Gemälde ausstellt. Der Eintritt war mal wieder frei und so verbrachten wir über zwei Stunden in den Ausstellungen der Galerie. Im Anschluss liefen wir entlang der Haupteinkaufsstraße an den Hafen, wo unzählige Segelschiffe und Jachten ankern und dessen Architektur uns in Teilen an Hamburgs Hafencity erinnerte. Wenig später erspähten wir auch noch einen Hamburg Süd Überseecontainer und hinterliessen unseren Neuseeland Reiseführer und das Campingplatzverzeichnis in einem so genannten Book Swap, welcher ebenfalls in einem Überseecontainer am Hafen aufgebaut war. Auf dem Weg zurück zum Hotel schlenderten wir dann noch ein bisschen durch die Läden der Innenstadt und verbrachten den Abend im Hotelzimmer.

Auckland Book Swap

Am Samstag klingelte der Wecker bereits um 4.30 Uhr und wir fuhren wenig später mit dem Bus zum Flughafen. Unser Flug ging um 9.00 Uhr und nach etwas über drei Stunden landeten wir in Sydney. Über Airbnb hatten wir vor ein paar Wochen bereits ein kleines Appartement für drei Nächte gebucht und Betty, die Gastgeberin hatte uns im Vorfeld via E-Mail mit allerhand Informationen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Sydney versorgt. Wir kauften also direkt eine Mehrtageskarte und nahmen den Zug in Richtung des Stadtteils Alexandria. Betty und Paul wohnen in einem kleinen Stadthaus und vermieten seit fast einem Jahr eine Einzimmerwohnung mit kleiner Küche und Bad überhalb ihrer Garage. Das Appartement ist nett und gemütlich eingerichtet und in einem kleinen Ordner fanden wir jede Menge Infos und persönliche Empfehlungen zu Sydney und dem Stadtteil Alexandria.

Sydney Unterkunft bei Betty und Paul

Nachdem wir das Appartement bezogen hatten, brachen wir zu einer ersten Sightseeing Tour in die Stadt auf. Aufgrund des guten Wetters war allerhand los und wir besichtigten zunächst den historischen Stadtteil The Rocks, wo gerade der wöchentliche Rocks Market mit seinen unzähligen Kunsthandwerks, Schmuck und Essensständen aufgebaut war (darunter auch ein Stand mit Thüringer Bratwürsten). Weiter ging es Richtung Circular Quay, wo wir dann auch das Wahrzeichen der Stadt, Sydney Opera House erblickten. Wir verweilten ein wenig in einer der Bars in unmittelbarer Naehe der Oper, tranken Wein mit Blick auf die Harbour Bridge und warteten auf den Sonnenuntergang.

Sydney Opera House

Zurzeit findet in der Stadt das Vivid Festival statt und nach Einbruch der Dunkelheit werden jede Nacht diverse Gebäude der Innenstadt mit Hilfe verschiedener Lichtinstallationen angestrahlt. In Zentrum des Festivals steht natürlich das Opera House und zum Farbspiel auf den Segeln der Oper wurde eine extra für das Festival komponierte Musik eingespielt. Wir hatten Glück, denn an diesem Abend wurde auch ein Kreuzfahrtschiff in das Programm des Lichtfestivals mit einbezogen und der Mix aus sich ständig wechselnden Farben und Mustern war unglaublich beeindruckend. Besser hätte unser Einstieg in Australien gar nicht gelingen können.

Vivid Festival SydneyVivid Festival Sydney

Am nächsten Tag erledigten wir zunächst ein paar Dinge im Zentrum, kauften australische SIM-Karten und für Thorsten ein paar neue Hosen, und spazierten im Anschluss durch den botanischen Garten. Den Abend liessen wir im legendaeren Lord Nelson Brewery Pub ausklingen, wo wir einige der hausgebrauten Ale-Sorten probierten.

Sydney: Lord Nelson Brewery Hotel

Noch etwas angeschlagen von unserem Abend im Pub, entschieden wir uns am Montag für eine City Sightseeing Tour in einem roten Doppeldeckerbus und besuchten u.a. den Sydney Fischmarkt. In den Verkaufshallen des Fischmarktes angekommen, wimmelte es nur so von asiatischen Reisegruppen. Austern sowie Flusskrebse wurden für australische Verhältnisse zu moderaten Preisen verkauft, so dass wir nicht anders konnten als zuzuschlagen. Unser Mittagessen genossen wir dann mit Blick auf den Fischhafen umringt von Möwen.

Sydney: Mittagessen Fischmarkt

Mit dem Bus ging es dann noch ein bisschen durch die Stadt und durch den Strandvorort Bondi Beach und im Anschluss direkt in unser Appartement.

Gestern verabschiedeten wir uns von Betty und Paul und nachdem wir den Nachmittag noch zusammen in der Stadt verbrachten, trennten sich auch Thorstens und meine Wege. Da es Thorstens Vater gesundheitlich nicht gut geht, nahm er gestern noch einen Flieger nach Deutschland und bleibt bis einschliesslich Sonntag in der Heimat. Ich checkte in eine Jugendherberge am Bondi Beach ein, wo ich mir im Moment ein Zimmer mit einer Frau von den Falklandinseln teile und heute hatte ich meine erste Surfstunde. Mehr dazu dann im nächsten Blogeintrag.

2 Kommentare

  1. Hallo Karolin,
    so ganz allein in der weiten unbekannten Welt, paß nur gut auf dich auf bis dein starker Mann wieder an deiner Seite ist.
    Ein schönes Wochenende bis bald mal wieder
    Gruß Inge Mehler

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    • Thorsten ist seit ein paar Stunden wieder in Sydney und erholt sich von dem 24 Stunden Flug. Die Woche alleine verging also schneller als gedacht.

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