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Brisbane, Sydney: Goodbye Australien

Byron Bay: Surfing Gruppe

Unseren letzten Tag in Byron Bay verbrachten wir bei wunderschönen Wetter am Strand und am Nachmittag hatte ich eine weitere Surfstunde. Das Meer war ruhig, die Wellen nicht zu hoch, die Strömung allerdings sehr stark und das Rauspaddeln ein wahrer Kraftakt. Die Gruppe, hauptsächlich Backpacker, war sehr nett und wir hatten jede Menge Spass miteinander. Am Ende der Stunde war ich sehr froh darüber, dass ich noch ein letztes Mal in Australien surfen war. Die Nacht verbrachten wir auf dem Parkplatz des Arts Factory Backpackers und am Samstag Morgen ließen wir Byron Bay hinter uns und fuhren weiter nach Brisbane.

Brisbane: Dachterrasse YHA

Nach einer Nacht auf einem Campingplatz etwas außerhalb von Sydney, wo wir alle unsere Sachen sortierten und den Camper aufräumten, checkten wir am Sonntag ins Brisbane City YHA ein. Die Jugendherberge mitten im Zentrum gefiel uns sehr. Die Gemeinschaftsküche, sowie Aufenthaltsräume befinden sich im obersten Stockwerk mit angrenzender Dachterrasse von wo aus man einen tollen Blick über die gesamte Stadt hat.

Brisbane: Downtown

Unsere Zeit in Brisbane verbrachten wir hauptsächlich mit Spaziergängen durch die Stadt, Shopping und dem Besuch des botanischen Gartens. Die 2 Mio. Einwohner Stadt ist ganz nett, man kann alles gut zu Fuß erreichen, es gibt viele Cafés und Pubs, allerdings keine nennenswerten Sehenswürdigkeiten. Am Montag gaben wir nach einer gründlichen Putzaktion unseren Camper ab und am Dienstag fuhren wir mit dem Zug nach Sydney. Zugfahren in Australien unterscheidet sich von Zugfahren in Deutschland im wesentlichen darin, dass es keine Hochgeschwindigkeitszüge gibt und man sein Gepäck aufgeben kann. Die Fahrt nach Sydney dauerte dann auch ganze 14 Stunden und wir fielen nach der Ankunft ziemlich erschöpft in unser Bett im Sydney Central YHA.

Brisbane: Auf nach Sydney

Gestern liefen wir den ganzen Tag kreuz und quer durch Sydney, wo es seit unserem letzten Besuch deutlich kälter geworden ist und machten letzte Besorgungen für die nächsten drei Wochen auf den Cook Inseln. Die Stadt hat uns erneut in ihren Bann gezogen, wir genossen das multikulturelle Treiben auf den Straßen und ließen unseren letzten Abend in Australien in einem Sushi Restaurant und im Pub ausklingen.

Sydney: Skyline von der Dachterrasse im YHA

Im Moment sitzen wir am Flughafen in Sydney und in 30 Minuten geht unser Flug nach Auckland, von wo aus wir weiter nach Rarotonga fliegen. Unserem Aufenthalt auf den Cook Inseln fiebern wir schon lange entgehen und wir sind sehr gespannt auf die nächsten drei Wochen.

Die Zeit in Australien verging gefühlt sehr schnell, wahrscheinlich auch weil wir nicht so viel unternommen und erlebt haben.  Wir hatten im Vorfeld lange hin und her überlegt, welche Region Australiens wir am besten bereisen sollen. Da wir unsere Zeit in Südostasien und Neuseeland bereits verlängert hatten, blieben uns von den ursprünglich geplanten zehn nur noch knapp sieben Wochen für Australien. Nicht viel Zeit in einem Land, welches mit über 7.000.000 Quadratkilometern fast der Größe Europas entspricht. Thorsten musste dann auch noch unerwartet für eine Woche nach Deutschland zurückfliegen, was die Zeit zum Reisen erneut verkürzte.

Von Anfang an angetan waren wir von der wilden und wenig besiedelten Westküste Australiens. Dann hätten wir allerdings noch mal zehn Stunden innerhalb Australiens fliegen und aufgrund der Entfernungen ganze Tage nur im Auto verbringen müssen. Diese Idee verwarfen wir also schnell wieder. Das selbe galt für die Mitte Australiens: mehrere Inlandsflüge und unzählige Kilometer. Auch Tasmanien sowie der Süden Australiens waren im Gespräch. Dort liegen die Durschschnittstemperaturen allerdings momentan bei etwas über 10°C, so dass es ungemütlich hätte werden können. Blieb also nur noch die am meisten besiedelte und wenig typische Ostküste Australiens. Da wir nach 8 Monaten auf Reisen schon etwas reisemüde sind und keine Kilometer reißen wollten, entschieden wir uns für die Strecke Cairns – Brisbane und fuhren in vier Wochen gerade mal 3.700 Kilometer.

Im Nachhinein betrachtet, hätten wir sicherlich einiges anders gemacht: Bereits bei unserem Ausflug zum Daintree Nationalpark in der ersten Woche wurde klar, dass wir uns für das falsche Auto entschieden hatten. Denn mit einem Allradwagen hätten wir noch weiter Richtung Norden und tiefer in den Regenwald fahren können, so mussten wir am Cape Tribulation umkehren. Dieses Szenario wiederholte sich auf unserer Fahrt Richtung Süden dann immer wieder. Mit Allradantrieb kann man in Australien tief in die Nationalparks hineinfahren und auf Campingplätzen direkt am Strand und in wilder Natur stehen. Für “normale” Autos bleibt nur die Bundestraße, welche auf der Strecke Cairns – Brisbane entlang unzähliger Zuckerrohrplantagen führt. Nach unserer Zeit in Neuseeland, wo hinter jeder Kurve eine neue tolle Naurkulisse lauert, waren wir einfach “verwöhnt”.

Hinzu kam, dass es auf unserer Route leider so gut wie keine interessanten Wanderungen gab. Meistens fanden wir nur die zwei Extreme vor: 20-minütiger Gehweg entlang einer befestigten Strecke oder Mehrtageswanderungen auf denen es keine Wasservorräte gibt und man ein Zelt benötigt.

Doch auch wenn wir gerne mehr von der Natur und Landschaft Australiens mitbekommen hätten, gibt es auch auf dieser Reise wieder viele Highlights, die wir nicht missen möchten. Dazu zählen der Tauch- und Schnorchelausflug zum Great Barrier Reef, der Segeltörn zu den Whitsunday Islands, die Metropole Sydney, meine Surfstunden am Bondi Beach und in Byron Bay und die alternativen Hippie Orte Nimbin und Byron Bay. Wir “jammern” also auf hohem Niveau 🙂

Goodbye Australien

 

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