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Cairns und Great Barrier Reef

Australien: Travellers Oasis in Cairns

Am Mittwoch standen wir um 4:30 Uhr auf, fuhren mit dem Bus zum Flughafen Sydney und starteten um 6 Uhr mit dem Flugzeug Richtung Cairns. Der Flug war gut und nach der Landung brachte uns ein Kleinbus zu unserer Unterkunft, dem Hostel Travellers Oasis. Das Hostel und unser Zimmer waren sehr nett und wir nutzten den Tag zu einer kleinen Erkundungstour durch die Stadt. Cairns ist touristisch voll erschlossen und ohne die Nähe zum Great Barrier Reef wäre hier wahrscheinlich nicht so viel los.

Australien: Travellers Oasis in Cairns

Cairns liegt ca. 2500 Kilometer nördlich von Sydney an der Ostküste Australiens. Die Stadt ist zusammen mit Port Douglas der Ausgangspunkt für Touren auf das Great Barrier Reef, weil das Riff hier am nächsten an das Festland heran reicht. Das 2500 Kilometer lange Great Barrier Reef vor der Küste des Bundesstaats Queensland ist die einzige von Organismen errichtete Struktur, die vom Weltall aus auf der Erde zu erkennen ist. Wir wollten einen Schnorchel- und Tauchausflug mit Übernachtung auf einem Boot unternehmen und durchforsteten im Vorfeld das Internet und verschiedene Reiseführer nach einem guten Anbieter. Die Auswahl an verschiedenen Touren ist unglaublich groß, jede Unterkunft kooperiert mit anderen Anbietern und die Entscheidung für eine Tour fällt nicht leicht. Wir buchten nach langer Recherche eine Tour mit dem Anbieter Deep Sea Divers Den, inklusive zwei Nächten auf einem Tauchschiff direkt am Riff.

Australien: Auf dem Deck des Tauchboots

Donnerstag morgen räumten wir unser Zimmer, deponierten den Großteil unseres Gepäcks im Hostel und wurden von unserem Touranbieter mit einem Minibus abgeholt. Mit dem Bus ging es dann direkt zur Marina, wo schon ein Katamaran mit Platz für 50 Personen auf uns wartete. Zum Glück war die Tour an diesem Tag nicht ausgebucht und wir sind mit ca. 30 Personen in See gestochen. Die Fahrt zum Riff dauerte 1,5 Stunden, die See war etwas aufgewühlt und die ersten Mitreisenden wurden kurz nach dem Verlassen des Hafens seekrank. Als wir dann am Riff ankamen, wurde das Boot an einer Mooringleine befestigt und wir konnten sofort ins Wasser gehen. Das Wasser ist im Moment 25 Grad warm und die Sicht war gut. Karo ging schnorcheln und ich brach zusammen mit einem Guide und einem weiteren Gast zu einem Tauchgang auf.

Australien: Schorcheln am Great Barrier Reef

Unter Wasser konnten wir unzählige Fische sehen, auch einige Riffhaie nutzten den Tag um im Sand zu schlafen. Die Attraktion des Tages war ein großer Napoleon-Lippfisch mit dem Namen Wally: Der Fisch ist handzahm und schwimmt um die Taucher und Schnorchler herum. Wenn man vorsichtig ist, kann man den Fisch sogar an den Lippen kraulen und er wurde dabei auf vielen Fotos abgelichtet.

Australien: Lippfisch am Great Barrier Reef

Nach einem weiteren Tauchgang fuhren wir mit dem Katamaran dann an das eigentliche Tauchboot heran. Die Taka liegt über mehrere Wochen direkt am Great Barrier Reef ohne in den Hafen zu fahren. Die Übernachtungsgäste werden am Nachmittag vom Katamaran auf die Taka umgesetzt und der Katamaran fährt zurück in den Hafen. Obwohl wir eine Kabine unter der Wasseroberfläche gebucht hatten, bekamen wir eine 3-Bett-Kabine mit eigenem Bad auf dem Oberdeck. Der Rest des Tages verging schnell mit weiteren Tauch- und Schorchelgängen und einem hervorragenden Abendessen. Unsere Gruppe war gut gemischt und wir verbrachten den kurzen Abend mit interessanten Gesprächen. Unter anderem hatten wir einen australischen Arzt in unserem Alter an Bord, der uns von den verschiedenen giftigen Spinnen, Schlagen und Fröschen in Australien erzählte und wir wissen jetzt, was im Falle eines Bisses zu tun ist.

Australien: Schnorchel am Great Barrier Reef

Der nächste Tag war nach einem frühen Frühstück mit verschiedenen Tauch- und Schnorcheltouren, dem mehrfachen Umsetzen des Bootes und einem abschließenden Nachttauchgang mit Riffhaien gut gefüllt. Ungefähr die Hälfte unserer Mitreisenden verliessen am Nachmittag das Boot und es kamen nicht viele neue Passagiere, so dass wir in der zweiten Nacht nur noch 10 Gäste an Bord waren.

Australien: Nachts am Great Barrier Reef

Samstag beobachteten wir dann während unserer letzten Tauch- und Schnorcheltouren noch mehrere Meeresschildkröten im Wasser. Die Tiere sind auf dem Riff so gut getarnt, dass man sie nur schwer entdeckt, wenn sie sich nicht bewegen. Am Nachmittag legte der Katamaran wieder an der Backbordseite der Taka an und wir stiegen um. Die Fahrt zurück in den Hafen war noch ruppiger als die erste Fahrt, uns ging es allerdings gut. Die zwei Tage auf dem schwankenden Tauchboot haben uns abgehärtet und wir bekamen Seebeine.

Australien: Schildkröte am Great Barrier Reef

Zurück in Cairns wurden wir wieder in unser Hostel gefahren. Wir verbringen hier jetzt den Sonntag mit organisatorischen Dingen und holen morgen früh unseren Camper am Depot des Vermieters ab. Wir haben uns einen Toyota Hiace mit Hochdach gemietet und werden in den nächsten vier Wochen damit bis nach Brisbane oder vielleicht sogar bis nach Sydney zurück fahren. Wir entschieden uns für diese Route weil wir im Moment keine Kilometer fressen und dafür lieber die Ostküste geniessen wollen. Bestimmt ergibt sich auch noch mal die Gelegenheit Surfen und Schnorcheln zu gehen und vielleicht kommen wir auch noch mal in unsere Wanderschuhe. Mehr gibt es dann wieder von unterwegs.

2 Kommentare

  1. Hallo ihr Beiden,
    wie war das reef bzw. die Korallen ? Wir und auch Bekannte haben wenig gesehen. Das Beste war das Aquarium des Headquarters in Townsville.
    Gruß – Brigitte und Hartmut

    Antworten

    • Hallo,
      wir haben einige Riffbewohner gesehen, unter anderem Schildkroeten und Riffhaie. Die Sicht war OK, haette etwas besser sein koennen, aber es regnet im Moment immer wieder. Auf Bali war die Unterwasserwelt farbenfroher.
      Jetzt sind wir im Daintree National Park und erkunden den Regenwald.
      Viele Gruesse!

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