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Cameron Highlands

Busbahnhof Tapah

Am Donnerstag verließen wir Melaka und sind mit dem Bus in Richtung Cameron Highlands aufgebrochen. Der Weg in die Highlands führt entweder über die Stadt Tapah oder Ipoh. Tapah lag aus unserer, südlichen Reiserichtung näher und wir lasen im Reiseführer, dass die Serpentinenstraße von hier aus auch die schönere Route sein soll. Nachdem wir Tapah erreicht hatten, konnten wir leider nicht, wie geplant, in den lokalen Reisebus nach Tanah Rata umsteigen. Der nächste Bus wäre erst am nächsten Tag gefahren und so suchten wir uns ein Überlandtaxi. Mit diesem ging es dann in ca. 90 Minuten über die Serpentinenstraße in das Zentrum der Cameron Highlands, Tanah Rata (gekostet hat die Fahrt umgerechnet gerade mal 25€).

Die Cameron Highlands liegen auf 1500 – 2000 Metern Höhe in der Bergkette, die Malaysia von Richtung Norden nach Süden durchzieht. Das Gebiet wurde nach einem britischen Landvermesser benannt, der sie 1855 „entdeckt“ hat. Während der Kolonialzeit wurden in den Highlands durch die Briten große Teeplantagen angelegt, die immer noch bewirtschaftet werden. Mittlerweile werden auch Gemüse und Früchte in Hydrokultur angebaut. Durch die Höhenlage war und ist die Bergregion ein beliebtes Ausflugsziel (vor allem für Malaien), weil das Klima hier wesentlich kühler ist, als im Flachland.

Teeplantagen Cameron Highlands

Unsere Unterkunft, Gerards Guesthouse, liegt in einem Apartmentkomplex gegenüber des Heritage Hotel. Im Prinzip ist das Guesthouse ein Ferienappartment mit sieben Zimmern, Küche und Wohnzimmer (und mal wieder ein absoluter Glücksgriff). Die Gebäude hier sind häufig im Tudor-Stil gebaut und zusammen mit den Nadelbäumen erinnert die Gegend etwas an Europa. Darüber hinaus hat das Gebiet die größte Land Rover-Dichte weltweit und den Geländewagen (vor allem die älteren, z.T. verrosteten Modelle) sieht man wirklich an jeder Straßenecke.

Land Rover

Am Freitag nahmen wir an einer geführten Tour (natürlich in einem Land Rover) durch die Cameron Highlands teil. Erste Station war eine Teeplantage, auf der wir den gesamten Herstellungsprozess des Tees und die Weiterverarbeitung anschauen konnten. Die Maschinen sind von 1935 und werden nach wie vor täglich eingesetzt. Weitere Stationen waren u.a. eine Wanderung durch den Mossy Forest (wo wir fleischfressende Pflanzen sahen), eine Erdbeerfarm, eine Schmetterlings- und Insektenfarm sowie zum Abschluss der Besuch eines Obst- und Gemüsenachtmarktes.

fleischfressende Pflanze

Nachtmarkt

Unseren zweiten ganzen Tag in den Cameron Highlands nutzten wir für eine Wanderung durch den Dschungel. Landschaftlich total schön und z.T. wirklich noch unberührt, allerdings führte der Weg über und unter umgefallene Bäume, steile Hänge rauf und runter und der Boden wurde streckenweise sehr matschig.

Dschungel Wanderung

Gestern fuhren wir mit einem Reisebus über Ipoh nach George Town auf die Insel Penang  (der Weg zurück ins Tal war weniger entspannend als die Hinfahrt, da der Fahrer einen eher gewöhnungsbedürftigen Fahrstil hatte). Da es Thorsten’s Magen momentan nicht gut geht, bleiben wir hier noch bis Übermorgen bevor wir nach Thailand aufbrechen.

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