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Cape Tribulation bis Townsville

Camperbus

Am Montag holte Thorsten unseren Campingbus für die noch verbleibende Zeit in Australien am Depot des Vermieters in Cairns ab. Der Toyota Hiace ähnelt in Ausbau und Größe unserem VW-Bus aus Neuseeland und wir fühlten uns schnell wieder wie „Zuhause“. Nach einem Großeinkauf in einem Supermarkt in Cairns ging es zunächst Richtung Norden zum Cape Tribulation. Die Region zählt zu den Feuchttropen des Bundesstaats Queensland, beheimatet den weltweit ältesten Regenwald und wurde 1988 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Da ich mich bei unserem Bootsausflug zum Great Barrier Reef etwas erkältet hatte, suchten wir uns an diesem Tag nur noch schnell einen Campingplatz im Nationalpark und gingen früh schlafen.

Strand Cape Tribulation

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es zunächst für einen Spaziergang an einen der Strände am Cape Tribulation. Tropischer Urwald grenzt hier direkt an lange weiße Sandstrände, eine traumhaft schöne Kulisse, die wir so bisher auf unserer Reise noch nicht gesehen hatten. Im Anschluss statteten wir dem Daintree Discovery Centre einen Besuch ab. Auf einem Gehweg, welcher direkt durch den Regenwald führt, bekamen wir Informationen zu Flora und Fauna und der Aufstieg auf einen Aussichtsturm führte uns durch die verschiedenen Schichten des Waldes. Wir übernachteten an diesem Tag wieder im Nationalpark und nach einem weiteren Strand- sowie kurzen Urwaldspaziergang am nächsten Tag brachen wir wieder Richtung Süden auf. Gerne wären wir noch weiter Richtung Norden gefahren allerdings ist die komplette Kap-York-Halbinsel nur mit Geländewagen befahrbar.

Daintree Discovery Centre

Auf der Suche nach einem netten Ort an der Küste fuhren wir an diesem Tag noch über 250 Kilometer und durchquerten dabei hauptsächlich Zuckerrohrplantagen. In Mission Beach bezogen wir am Abend einen Campingplatz direkt am Meer. In unserem Reiseführer hatten wir gelesen, dass die Dunk Island, 5 Kilometer vor der Küste von Mission Beach einen Ausflug lohnt und somit mieteten wir uns direkt nach dem Frühstück am Donnerstag Morgen ein kleines Motorboot. Wir verbrachten den Vormittag am Strand der Insel, fuhren mit dem Boot ein bisschen um die Insel herum und gingen Schnorcheln.

Bootsausflug Mission BeachDunk Island

Wir sahen beim Schnorcheln mehrere Stachelrochen, die wir bei unserem Besuch im Great Barrier Reef Aquarium am nächsten Tag wieder erkannten und zu unserer Überraschung erspähten wir auf dem Rückweg auch noch eine Seekuh. Wir wussten zuerst nicht, um was für ein Tier es sich handelt, allerdings klärte uns der Bootsvermieter später darüber auf, dass Dugongs in den Gewässern vor der Küste heimisch sind. Diese wurden allerdings seit dem Zyklon vor zwei Jahren nicht mehr gesichtet.

Townsville Aquarium: Stachelrochen

In Mission Beach sahen wir auch zum ersten Mal Kängurus, von denen es überall in den Vorgärten der Anwohner und auf den Gehwegen des Ortes wimmelte. Nach einer kurzen Känguru Safari ging es direkt weiter in den Paluma Range Nationalpark, wo wir unser Quartier für die Nacht auf einem netten Stellplatz im Wald bezogen. Am nächsten Morgen erkundeten wir den Nationalpark auf einem Spaziergang und erfrischten uns in einem der vielen kleinen Flussbecken. Im Anschluss fuhren wir wieder weiter nach Townsville, wo wir wie schon erwähnt das Great Barrier Reef Aquarium besuchten. Das Aquarium beherbergt ein lebendiges Korallenriff und wir konnten einige Riffbewohner, die wir bereits beim Tauchen und Schnorcheln gesehen hatten noch mal aus nächster Nähe beobachten. Die Ausstellungsräume des Aquariums sind allerdings schon etwas in die Jahre gekommen und generell sind die Informationen nicht so interessant aufbereitet, wir wir es mittlerweile aus Neuseeland gewohnt sind.

Townsville: Great Barrier Reef Aquarium

Gestern entschieden wir uns dazu einen kurzen Abstecher ins Outback zu wagen und so ging es von Townsville über den Flinders Highway zunächst nach Charters Towers. Je weiter wir ins Landesinnere kamen, desto roter und staubiger wurde die Erde und wir erspähten die ersten Termitenhügel am Wegesrand. Die ehemalige Goldgräberstadt Charters Towers war nach 2 Stunden Fahrt erreicht und wir erkundeten die historischen Gebäude aus der Goldrauschzeit auf einem Stadtbummel. Da die Stadt für uns keine weiteren Attraktionen bot, fuhren wir am Nachmittag über die Bowen Developmental Road zurück Richtung Küste. Die Straße ist über weite Strecken nicht alsphaltiert und als wir Bowen nach Einbruch der Dunkelheit immer noch nicht erreicht hatten, entschieden wir uns dazu die Nacht in der Minenstadt Collinsville zu verbringen. Die Fahrt von Charters Towers nach Collinsville dauerte zwar nur ungefähr drei Stunden, reichte uns aber bereits um ein Gefühl für die unendliche Weite und Eintönigkeit des Outbacks zu bekommen.

Bowen Development Road

Seit heute sind wir wieder an der Küste in Airlie Beach und mit der Silent Night geht es Morgen für drei Tage auf einen Segeltörn zu den Whitsunday Islands.

 

2 Kommentare

  1. Hallo ihr Beiden,
    wir freuen uns, dass es euch gut geht. Genießt den Ausflug nach White Heaven Beach und versucht einen Flug über die Insel zu bekommen.
    Gruß – Brigitte und Hartmut

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    • Hallo nach Bünde, gestern sind wir von unserem Segeltörn von den Whitsunday Islands zurückgekehrt. Wir hatten drei traumhaft schöne Tage an Deck und die Gegend hier ist wirklich wunderschön. Für uns geht es heute weiter Richtung Süden. Wir hoffen es geht euch gut. Genießt den deutschen Sommer. Liebe Grüße

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