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Chiang Mai: Frohes neues Jahr 2013!

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Nachdem wir Koh Jum verlassen haben, landeten wir am 27.12. gegen Abend in Chiang Mai. Chiang Mai liegt im Norden Thailands, im Gebiet, in dem die Grenze zu Laos und Myanmar verläuft. In den 90er Jahren war die Region als das goldene Dreieck bekannt und in Myanmar und Laos lag eine der Hauptanbauregionen für Opium weltweit.

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Unsere Unterkunft, das Yindee Guesthouse liegt in der Altstadt Chiang Mais. Die Altstadt ist von einem Wassergraben und Teilen der alten (und nachgebauten) Stadtmauer umgeben. In der Altstadt kommt einem die Stadt viel kleiner vor, als sie mit ihren 150.000 Einwohnern ist. Obwohl wir uns grade mitten in der Hochsaison befinden, geht hier alles sehr entspannt zu.

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Unsere ersten Tage verbrachten wir damit drei der fast 100 Tempel der Stadt zu besichtigen und die Innenstadt zu Fuß zu erkunden. Die buddhistischen Tempel sind sehr detailreich geschmückt und man kann vielfach erkennen, wie alte Bausubstanz im Laufe der Zeit mit neuen Gebäuden ergänzt wurde. In einem der Tempel meditierten Mönche vor den Buddha-Statuen. Wir dachten im ersten Moment, dass es Figuren aus Wachs o.ä. sind, man konnte nicht einmal Bewegungen beim Ein- und Ausatmen wahrnehmen.

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Außerdem belegten wir einen Thai-Kochkurs, in dem jeder von uns 5 Gänge nach Wahl kochte. Besonders interessant war der morgendliche Besuch des lokalen Marktes, auf dem wir sämtliche Zutaten einkauften. Unser Kochlehrer Bon hat einen Großteil des Kochkurses in einer Art Singsang abgehalten, das wurde gegen Nachmittag dann ein bisschen anstrengend, war aber auch lustig. Die Gerichte waren so reichhaltig, dass wir nicht alles essen konnten.

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Den 31.12. haben wir mit einen Ausflug zum Wat Doi Suthep begonnen. Um zum Kloster zu kommen, fuhren wir mit einem der lokalen Songthaeos. An der Sammelhaltestelle trafen wir dann ein Pärchen wieder, das wir schon von Koh Jum kannten. Außerdem bekamen wir auf der Fahrt im Wagen von zwei Belgiern tolle Informationen über Kambodscha.

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Der Tempel liegt auf einem Berg, ca. 15 Kilometer außerhalb von Chiang Mai. Von der Stelle an der die Songthaeos halten, muss man über eine lange Treppe, deren Geländer zwei Schlangen bilden zum Tempel aufsteigen. Auf der Treppe verkaufen Frauen aus den verschiedenen Bergvölkern der Region Schmuck und Textilien. Ihre Kinder stehen auch an  der Treppe und lassen sich in ihren traditionellen Gewändern fotografieren.

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Der Tempel selber war sehr gut besucht. Im Inneren sind die Gläubigen im Uhrzeigersinn um den Chedi gezogen und spendeten Lotusblumen und Geld. In einem Seitengebäude führten zwei Mönche eine Glückszeremonie für das neue Jahr durch, ich nahm auch teil und trage jetzt ein weisses Baumwollband am Handgelenk, das von selber abfallen muss. Wie immer in den buddhistischen Tempeln hat mich die extreme Offenheit fasziniert: Jeder kann auch die innersten Tempelbereiche betreten, lediglich Schultern und Beine müssen bedeckt sein und die Schuhe müssen abgelegt werden. Karo hatte leider keine lange Hose mit und musste deswegen im äußeren Bereich des Tempels bleiben.

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Abend fuhren wir ins Old Chiang Mai Cultural Center und nahmen an einem Kantoke Dinner teil. Dabei werden traditionelle Thai-Tänze und Tänze der verschiedenen Bergvölker vorgeführt während man regionale Spezialitäten isst. Die Show wird zum größten Teil von Einheimischen besucht und hat uns sehr gut gefallen.

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Gegen Mitternacht liefen wir, nach einem Coktail in einem Restaurant, an den Ping. Dieser Fluss verläuft durch Chiang Mai und die Thailänder veranstalten ein kleines Feuerwerk am Flussufer. Sehr beindruckend sind die Tausenden von Himmelslaternen, die den ganzen Abend in der Stadt gestartet werden. Wir haben uns auch mehrere gekauft und steigen lassen.

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Die Stimmung in der Stadt war interessant: Es wird bei weitem nicht so viel Alkohol wie bei uns getrunken, einige Restaurants hatten große Tanzflächen mit DJs und Band und es wurde ausgelassen gefeiert. Um Mitternacht brach dann aber kein großer Jubel aus und die Stimmung würde ich als ausgelassen gelassen beschreiben. Auf dem Weg nach Hause liefen wir noch über einen Nachtmarkt. Karo, Insa und Marco ließen sich bei einem Tempel auch noch den guten Segen für das neue Jahr geben.

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Wir wünschen allen die hier mitlesen einen tollen Start ins Jahr 2013 und hoffen, dass es Euch gut geht! Wir bleiben noch bis zum 4. Januar in Chiang Mai und gehen morgen im Doi Suthep-Pui Nationapark wandern.

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