Artikel
0 Kommentare

Fraser Island und Rainbow Beach

Fraser Island: Allradfahrzeuge

Nach zwei mehr oder weniger ereignislosen Tagen im Town of 1770 fuhren wir am Montag nach Hervey Bay, um von dort eine Tour nach Fraser Island zu buchen. Fraser Island ist die größte Sandinsel weltweit und auf der Insel sind nur Fahrzeuge mit Allradantrieb erlaubt. Wir wären gerne mit einem gemieteten Allradauto und einer Campingausrüstung auf eigene Faust um die Insel gefahren, allerdings hielten uns die schlechten Erfahrungsberichte im Internet davon ab: Die Vermietfahrzeuge sowie die Straßen auf der Insel sollen in einem schlechten Zustand sein und bei einigen Reisenden wurde selbst Tage nach der Fahrzeugabgabe noch die Kreditkarte wegen angeblicher Schäden belastet. Daher entschieden wir uns für eine geführte Tour und da Mehrtages-Touren lediglich für Gruppen bis zu 40 Personen angeboten werden, buchten wir bei Fraser Experience Tours eine Eintages-Tour mit einer maximalen Gruppengröße von 16 Personen.

Fraser Island: Hummer

Am Dienstag Morgen wurden wir dann allerdings nicht wie erwartet von einem kleinen Allradreisebus sondern einem Hummer abgeholt. Kurz darauf erfuhren wir vom Fahrer, dass unsere ursprünglich gebuchte Tour ausgebucht ist und wir „netterweise“ an einer luxuriösen 4-Personen Hummer-Tour teilnehmen dürften. Diese Tour hätten wir uns niemals selbst ausgesucht, allerdings blieb in diesem Moment nicht viel Raum für freie Entscheidungen. Nachdem wir unsere Mitreisenden, ein australisches Paar um die 60 Jahre, eingesammelt hatten, fuhren wir zur Fähre nach Fraser Island. Auf der einstündigen Fährüberfahrt konnten wir einige Delfine sichten und im Anschluss ging es mit dem Hummer auf die Sandpisten der Insel. Erster Stopp war der kristallklare Süßwassersee Lake McKenzie, dessen Sandstrand (ähnlich wie am Whitehaven Beach) fast reinweiß ist. Im Anschluss ging es für einen kurzen Spaziergang durch den Regenwald der Insel und auf einem Rastplatz servierte unser Fahrer das Mittagessen: Passend zur Luxus-Tour natürlich mit Tischdecke, kleinen Picknickkörben und Wein.

Fraser Island: RegenwaldFraser Island: Mittagessen

Nach dem Essen fuhren wir auf den 75-Mile-Beach, einem fast endlos erscheinenden Sandstrand, welcher auf der Insel als offizieller Highway gilt und auf dem Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern erlaubt sind. Am Strand sahen wir dann auch unseren ersten australischen Dingo. Auf Fraser Island leben circa 300 dieser Wildhunde und aufgrund der isolierten Lage sollen die Tiere hier noch besonders reinrassig sein. Rein äußerlich lässt sich allerdings so gut wie kein Unterschied zum gewöhnlichen Haushund erkennen.

Fraser Island: Dingo

Entlang des 75-Mile-Beach besichtigten wir dann noch Eli Creek, einen schnell fließenden kleinen Bach, von der Natur geformte Sandskulpturen und ein Schiffswrack aus den 30er Jahren. Bei einem kleinen Picknick am Strand mit Sekt, Erdbeeren und Schokolade konnten wir als Highlight des Tages sogar noch Buckelwale im Pazifik beobachten.

Fraser Island: SchiffswrackFraser Island: Sektpicknick

Mit der Fähre ging es am Abend wieder zurück aufs Festland und nach einer weiteren Nacht in Hervey Bay fuhren wir gestern weiter Richtung Süden nach Rainbow Beach. In Rainbow Beach gibt es einige einfache Campingplätze vom Nationalpark und wir konnten trotz australischer Winterferien einen Stellplatz direkt am Meer ergattern. Den gestrigen Tag verbrachten wir nach einem langen Strandspaziergang dann hauptsächlich vor unserem Camper mit Blick aufs Meer.

Rainbow Beach: Campingplatz

Heute starteten wir seit langer Zeit zum ersten mal wieder auf eine Wanderung. Im nahegelegen Cooloola Nationalpark gibt es einige Wanderrouten und wir entschieden uns für eine knapp 20 Kilometer lange Strecke. Zunächst durchquerten wir lediglich einen durch Buschbrände gezeichneten Laubwald, nach der Hälfte der Strecke erreichten wir allerdings einen wunderschönen mit Lianen und Würgefeigen übersäten Urwald.

Cooloola NP: Würgefeigen

Im Anschluss an die Wanderung gab es dann noch leckere Känguru Steaks, die für uns eigentlich wie Rindersteaks schmecken. Die Nacht verbringen wir heute erneut auf einem Campingplatz in Rainbow Beach und morgen geht es weiter nach Noosa und an die sogenannte Sunshine Coast.

Achtung Känguru

Kommentar verfassen