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Krüger National Park

Krüger Nationalpark: ÄffchenNachdem wir die letzten Wochen in abgelegenen Naturreservaten und auf eher einsamen Campingplätzen verbrachten, bekamen wir im Krüger National Park mal wieder den totalen Touristen-Rummel mit. Die Zeit im Krüger verbrachten wir hauptsächlich im betriebsameren, südlichen Teil des Parks. Da es im Süden mehr regnet, gibt es in dieser Region auch mehr Wild und dieser Teil des Parks zieht somit auch den Großteil der Besucher an. Wie übernachteten auf den Campingplätzen der Camps Crocodile Bridge, Lower Sabie, Skukuza und Maroela und sahen in sechs Tagen schätzungsweise gerade mal ein Viertel des gesamten Parks. Da in Südafrika gerade noch Frühling ist, konnten wir diesmal viele der Tiere zusammen mit ihren Jungen beobachten (vor allem die Affen waren dabei sehr amüsant).

Krüger Nationalpark: Affe mit Jungem

Krüger Nationalpark: Suchbild

Viele der Besucher im Park waren auf der Suche nach seltenen Großkatzen (wie Leopard und Gepard) und wenn irgendwo mal ein Löwe gesichtet wurde, war dieser in kürzester Zeit bereits umzingelt von mehreren Autos. Dieses Szenario glich manchmal leider sehr einer Treibjagd, auch wenn sich die meisten Tiere offenbar an den vielen Autos mit laufendem Motor nicht störten. Da man die besten Sichtungschancen am frühen Morgen, direkt nach Sonnenaufgang hat, standen die meisten unserer Campingplatznachbarn bereits mitten in der Nacht auf, um pünktlich zur Toröffnung um 4.30 Uhr in den Park zu fahren. Wir schliefen immer etwas länger, also bis ca. 6.30 Uhr und waren dann häufig nur noch die Einzigen im Camp.

Krüger Nationalpark: Stau Krüger Nationalpark: Löwe

In Lower Sabie machten wir auch einen geführten „Morning Drive“ mit und fuhren mit einem Safari Bus um 4.00 Uhr in den Park. Auf dieser Tour konnten wir dann tatsächlich sogar eine Gepardin mit ihren drei Jungen beobachten (laut Park Management gibt es nur 120 Geparden im gesamten Krüger Park). Die Sicht auf die Tiere wurde nur leider die meiste Zeit von sehr(!) ambitionierten Hobbyfotografen verdeckt, die alle eine Spiegelreflexkamera mit riesigem Objektiv hatten. Unsere kleine Digicam war die absolute Ausnahme auf dieser Safari-Tour und auch generell im Park.

Krüger Nationalpark: Safari Krüger Nationalpark: GepardinAber nicht nur was das Kamera-Equpiment betraf, waren die meisten Besucher bestens ausgestattet, auch unsere Campingplatz Nachbarn haben so einiges an Komfort aufgefahren. Unter anderem sahen wir Mikrowellen, Bügelbrett und -eisen, in Vorzelte eingebaute Klimanalagen und verschiedene Zangen zum Wenden des Grillholzes. Und natürlich hatten immer alle bis auf uns eine Tischdecke auf ihrem Campingtisch.

Krüger Nationalpark: Campingplatz

Schief beäugt wurden wir allerdings nicht und unsere Nachbarn waren ausnahmslos freundlich und hilfsbereit. Im Maroela Camp, an unserem letzten Abend im Krüger Park, wurden wir dann auch noch von einem etwas älterem südafrikanischen Ehepaar zu Bier, Wein, Amarula und Biltong ins Vorzelt eingeladen.

Heute morgen verließen wir den Park und fuhren weiter in den Blyde River Canyon, wo wir mal wieder auf einem eher einsamen Campingplatz stehen.

3 Kommentare

  1. Liebe Karolin, lieber Torsten,
    mit großem Interesse und einigem Schmunzeln verfolgen wir Eure Reiseberichte. Es ist schon toll, was Ihr in der kurzen Zeit schon alles erlebt und gesehen habt. Eine Menge erinnert natürlich an Onkel Hartmuts Erzählungen von Botswana-Sambia-Namibia. Sein zweites Fotobuch kam heute, er schwelgt wieder in Erinnerungen.
    Hier fängt langsam die Einstimmung auf die Adventszeit statt. Vereinzelt hört man in den Geschäften schon Weihnachtsmusik, zum Glück dezent im Hintergrund.
    Davon werdet Ihr in diesem Jahr wenig mitbekommen, oder?
    Wir wünschen Euch weiterhin eine recht gute Zeit.
    Tante Brigitte und Onkel Hartmut

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  2. Danke für den lieben Kommentar. Ein bisschen weihnachtet es hier auch, allerdings kommt uns das im Moment noch sehr surreal vor. Appetit auf Stollen und Glühwein haben wir auch noch nicht. Da wir Weihnachten in Thailand sind, bekommen wir davon wahrscheinlich wirklich nichts mit. Alles Liebe und Viele Grüße an die ganze Familie!

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