Artikel
1 Kommentar

Seattle und Coos Bay

USA: Lenin Statue in Fremont, Seattle

Nachdem wir Whitehorse am letzten Dienstag mit dem Flugzeug verlassen haben, erreichten wir am späten Abend Seattle. Den Weg vom Flughafen in Vancouver ins Zentrum Seattles legten wir per Bus zurück und die Einreise in die USA verlief unerwartet schnell und freundlich. In Seattle hatten wir für drei Nächte ein Zimmer im Hotel Hotel Hostel reserviert, das im Stadtteil Fremont liegt. Fremont zeichnet sich durch eine aktive Künstlerszene aus und im Stadtteil sind überall große und kleine Kunstwerke zu finden – unter anderem auch eine große Lenin-Statue, die ursprünglich in der Stadt Poprad in der Slovakei stand und über Umwege nach Seattle gekommen ist.

USA: Pike Place Market in Seattle

Die folgenden beiden Tage verbrachten wir dann mit klassischem Stadtbummel in der Innenstadt Seattles und in Fremont. Wir besuchten in der Innenstadt den Pike Place Market, eine Martkhalle in der verschiedene Lebensmittel und Kunsthandwerke verkauft werden. In Fremont statteten wir einigen Trödelmärkten einen Besuch ab und verbrachten einen Nachmittag bei bestem Sonnenschein am Ufer eines Kanals. Die Stadt hat einen sehr entspannten Eindruck bei uns hinterlassen und wir genossen nach der Zeit in Whithorse den urbanen Flair, die Cafés und Restaurants.

USA: Boardwalk in Coos Bay, Oregon

Am Freitag morgen fuhren wir zur Autovermietung und holten unseren vorbestellten Kleinwagen ab. Den Tag verbrachten wir auf der Interstate 5, legten einen kurzen Zwischenstopp in einem Outlet-Center ein und erreichten gegen Abend Coos Bay in Oregon. Dort erwarteten uns schon meine Tante Katja und ihr Mann Toni – mit Kassler, Sauerkraut und Kartoffeln! Nach dem hervorragenden Essen verbrachten wir den Abend bis kurz vor Mitternacht im Wohnzimmer und unterhielten uns über die Reise, Deutschland, die USA und diesem und jenem. Die Wettervorhersage prophezeite starken Wind und Regen und am Samstagmorgen zeigte sich der Himmel grau in grau. Katja unternahm mit uns eine Besichtigungstour im Auto durch Coos Bay und den Nachbarort North Bend. Wir konnten den Boardwalk in Coos Bay im leichten Regen besichtigen und verbrachten danach einige Zeit in einem sehr netten Cafe in der Innenstadt. Die Landschaft um Coos Bay hat uns sehr an Deutschland erinnert, es gibt große Wälder mit Laubbäumen und es ist aufgrund des milden und feuchten Klimas sehr grün.

USA: Mittagessen in Coos Bay, Oregon

Sonntag fuhren wir mit Katja und Toni in die Kirche und wurden danach zum Essen eingeladen. Durch die Lage direkt am Pazifik ist Coos Bay ein Paradies für Fischliebhaber und das Essen hat uns sehr gut geschmeckt. Den Rest des Tages verbrachten wir gemütlich bei Regen und Sturm im Haus von Katja und Toni. Wir unterhielten uns wieder sehr angeregt über verschiedene Themen.

USA: Brandung am Cape Arago, Coos Bay

Montag morgen hatte sich das Wetter gebessert und wir nutzen den Tag für einen Ausflug entlang der Pazifikküste zum Shore Acres State Park. Wir legten verschiedene Stops ein und unternahmen Spaziergänge über Waldwege entlang der Küste. Die Brandung brach sich an einigen Stellen spektakulär an den Felsen und am Simpson Reef konnten wir unzählige Seelöwen und Robben auf den Felsen beobachten. Im Shore Acres State Park besuchten wir den Rosen- und den botanischen Garten. Der Park ist um 1900 von der Familie Simpson neben einem großen Sommerhaus angelegt worden. Das Haus brannte später ab und der Park gehört heute dem Staat Oregon.

USA: Nach dem Lunch in Eugene, Oregon

Am Dienstag Morgen mussten wir schon wieder unsere Rucksäcke packen und brachen am Vormittag in Richtung Eugene auf. Die Universitätsstadt ist die zweitgrößte Stadt im Staat Oregon und liegt ca. 2,5 Stunden Autofahrt von Coos Bay entfernt im Inland. Wir waren in Eugene mit meiner Cousine Lisa zum Essen in einem Restaurant im Universitätsviertel verabredet. Das Treffen war, wie der gesamte Besuch in Coos Bay, sehr nett und die gemeinsame Zeit ging leider wieder einmal viel zu schnell vorbei.

Am späten Nachmittag startete unser Flugzeug in Richtung Los Angeles. Da wir einen sehr günstigen Flug gewählt hatten, mussten wir zuerst in nördliche Richtung zurück nach Seattle fliegen, um von dort Richtung Süden nach Los Angeles weiterfliegen zu können. Kurz vor Mitternacht erreichten wir schließlich unser Hotel am Flughafen, das wir nur zum Schlafen und für ein schnelles Frühstück betraten. Am Mittwoch folgte dann der letzte Flug unserer Reise von Los Angeles Richtung London. Vor dem Abflug mussten wir allerdings wieder fast 1,5 Stunden im Flugzeug warten – eine hochschwangere Frau wollte gegen den Willen des Piloten das Flugzeug besteigen. Wir fühlten uns kurz an den ersten Flug dieser Reise zurückerinnert…

Jetzt sitzen wir in London im Café unserer Jugendherberge. Morgen früh fahren wir mit dem Zug über Brüssel und Frankfurt nach Göttingen. Wie immer betrachten wir auch das Ende unserer Reise mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Wir freuen uns auf unsere Familien, Freunde und unsere Wohnung. Die Reise hat aber auch viele Türen in andere Kulturen und zu anderen Ländern geöffnet und es gibt viele Dinge die wir uns gerne, lieber heute als morgen, noch ansehen würden.

Kategorie

1 Kommentar

  1. Willkommen daheim! Vielleicht schaffen wirs ja mal zu treffen. Würde gern mehr von eurer reise hören! Jedenfalls hat mir euer reiseblog viele s- und u-bahnfahrten in berlin versüsst. Danke dafür.

    Antworten

Kommentar verfassen