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Skagway

Skagway: Dry Cabin

Am Donnerstag ging es zum letzten Mal auf die Fähre des Alaska Marine Highway: Von Juneau fuhren wir in 6 Stunden nach Skagway, die für uns bisher schönste Strecke. Das Wetter war wieder hervorragend und entlang der engen Passage sahen wir an beiden Uferseiten mehrere Gletscher. In Skagway angekommen, gingen wir als erstes zum Alaskan Sojourn Hostel, wo wir eine so genannte „Dry Cabin“ für zwei Nächte reserviert hatten. Die gemütliche Cabin ist eine kleine Holzhütte, ausgestattet mit lediglich einem großen Bett im Garten des Hostels. Nachdem wir die Hütte bezogen hatten, erkundeten wir den kleinen Ort. Skagway war Ende des 19. Jahrhunderts Ausgangspunkt für den Klondike-Goldrausch und zur Freude vieler Kreuzfahrttouristen präsentiert sich der Ort heute noch als ehemalige Goldgräberstadt. Bis zu fünf Kreuzfahrtschiffe ankern in den Sommermonaten täglich im Hafen von Skagway und spülen bis zu 9.000 Touristen in die 700 Seelengemeinde. Daher besteht die Stadt auch hauptsächlich aus Souvenirläden, Restaurants und sehr vielen Juwelieren. Individualtouristen (wie wir) sind eher die Ausnahme und die Einheimischen bezeichnen den Kreuzfahrttourismus gerne als den modernen Goldrausch.

Skagway

Am Abend lernten wir noch die Besitzerin unseres Hostels kennen. Janilyn vermietet zusammen mit ihrem Mann (welcher gerade für mehrere Tage auf Elchjagd war) ihr Wohnhaus an Rucksackreisende und teilt ihr Wohnzimmer sowie die Küche während der Saison mit den Gästen.

Skagway: Alaskan Sojourn Hostel

Am nächsten Tag liefen wir erneut kreuz und quer durch Skagway und da an diesem Tag nur ein Kreuzfahrtschiff im Hafen lag, genossen wir die entspannte Stimmung in der Stadt. Wir schauten uns im Informationscenter einen 30-minütigen Film zum Klondike-Goldrausch an, statteten dem Skagway Museum einen Besuch ab, liefen zu einem Gletscher Aussichtspunkt etwas außerhalb der Stadt und bummelten durch die Geschäfte.  Am Abend feierten Janilyn und ihr erwachsener Sohn zusammen mit Freunden und Nachbarn das Ende der Saison, wozu wir ebenfalls eingeladen waren. Es gab jede Menge Snacks (von selbst gemachtem Sushi bis zu Lachspastete), Bier, Wein und Janilyns Sohn und seine Freunde sorgten mit Gitarre und Gesang für gute Musik. Ein sehr schöner Abend und für uns ein gelungener Abschied von Alaska.

Fahrt von Skagway nach Whitehorse

Am Samstag klingelte der Wecker bereits um 5:30 Uhr und wenig später wurden wir von einem Shuttlebus Richtung Whitehorse abgeholt. Im Hostel hatten wir noch eine ältere Frau kennengelernt, die ebenfalls nach Whitehorse wollte und so konnten wir uns die Kosten für die relativ teure Fahrt teilen. Der wunderschöne Sonnenuntergang auf der Straße des White Pass entschädigte dann für das frühe Aufstehen.

In Whitehorse ließen wir uns direkt vor einem Hostel absetzen, welches, wie wir kurz darauf feststellten, ausgebucht war. Kurzerhand organisierten wir uns ein Zimmer in einem der vielen Motels und nutzen das kostenlose Internet für ein paar Telefonate in die Heimat. Danach erkundeten wir die Innenstadt und besuchten verschiedene Firmen, die Kanus, Kajaks und Zubehör vermieten. Wir sind unter anderem nach Whitehorse gekommen, um eine Kanutour über den Yukon River nach Carmacks zu unternehmen. Wir waren uns aufgrund der Jahreszeit und des Wasserstands im Fluss aber nicht sicher, ob die einwöchige Tour durch die Wildnis für uns geeignet ist. Nachdem wir mit mehreren Vermietern gesprochen hatten und diese uns versichert haben, dass der Fluss auch für uns geeignet ist, reservierten wir dann ein Kanu bei UpNorthAdventures. Ab Montag werden wir den Yukon ab Whitehorse bis zu einem Campingplatz vor Carmacks befahren.

Den Rest des Tages verbrachten wir damit die Tour weiter zu planen, Einkaufszettel zu schreiben und den Rücktransfer von Carmacks nach Whitehorse zu organisieren: Wir werden am nächsten Sonntag vom Huskybus am Campingplatz eingesammelt und können unser Kanu dort lassen. Den Abend verbrachten wir in unserem Hotel und zogen dann heute morgen noch einmal ins Beez Kneez Hostel um. Der heutige Tage war dann mit Einkäufen in drei verschiedenen Supermärkten gefüllt. Nachmittags verpackten wir unsere Lebensmittel platzsparend und wasserdicht. Im Hostel trafen wir dann außerdem Rafaela wieder, die wir in Port Hardy kennengelernt haben und die mit uns auf der Fähre von dort nach Prince Rupert war. Sie hat die letzten 14 Tage auf einer Kanutour verbracht und wir konnten uns noch gute Tipps geben lassen.

Ab morgen früh liegen ca. 320 Kilometer über den Fluss und einem See vor uns. Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt, morgen werden wir wohl im Regen starten und Nachts liegen die Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Wir sind gut ausgerüstet und freuen uns auf die Tour. Mehr dazu dann in einer Woche!

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2 Kommentare

  1. Hallo Ihr Zwei,
    während Ihr langsam an Deutschland denkt,so freuen wir uns auf USA und Kanada. Morgen geht es los, hoffentlich erleben wir den indian summer so wie es sich O. Hartmut seit Jahren wünscht. Euch wünschen wir noch erlebnisreiche Tage und dann einen guten Heimflug. Gruß T. Brigitte u. O. Hartmut

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    • Oh das klingt gut! Wo genau in Nordamerika seid ihr denn? Ein bisschen was vom Indian Summer haben wir hier im Yukon auch gesehen. Euch eine schöne Reise und bis bald.

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