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Transkei und KwaZulu Natal

Transkei

Wir sind jetzt in Durban, nach Kapstadt und Johannesburg, die drittgrößte Stadt Südafrikas und ein multikulturelles Zentrum. Glücklicherweise konnten wir kurzfristig über Airbnb noch eine Übernachtung ergattern und können die nächsten drei Tage eine kleine, liebevoll eingerichtete und total gemütliche 1-Zimmer-Wohnung unser Heim nennen. Da es gerade (mal wieder) in Strömen regnet, nutze ich die Gelegenheit für einen weiteren Blogartikel.

Die letzten 4 Tage fuhren wir durch die ärmste Region Südafrikas – die sogenannte Transkei – und bekamen einen ganz neuen Eindruck vom Land. In dem Gebiet der Transkei leben vorwiegend Xhosa, auf dem Lande zumeist in traditionellen Rondavels, mit denen die Landschaft übersät ist. Auf den Straßen (sogar auf der N2) mussten wir immer wieder freilaufenden Rindern und Ziegen ausweichen und überall lagen totgefahrene Hunde am Straßenrand. Immer wieder kamen uns trampende Schulkinder entgegen und Kleinkinder (3-4 Jahre und z.T. ohne Erwachsene) spielten am Straßenrand.

Transkei: Rinder auf der Straße

Die wenigen Städte der Region waren voller Menschen und Müll und überall wurden Hühner, Fleisch, Obst und Gemüse vor den Geschäften verkauft. Wir waren überrascht und fasziniert zugleich. Da wir die Sicherheitslage nicht einschätzen konnten und die einzigen Weißen weit und breit waren, trauten wir uns allerdings nicht unser Auto zu verlassen. Dennoch machten die Xhosa auf uns einen freundlicheren und glücklicheren Eindruck als die Bewohner der Townships rund um Kapstadt (bei ein paar der Fotos habe ich allerdings böse Blicke geerntet).

Transkei: Frisör Transkei: Chickenmarkt Transkei: Transporter auf der N2

Gestern überquerten wir dann die Grenze der Provinz KwaZulu-Natal. Die Gegend ist augenscheinlich wohlhabender und die Sicherheitsvorkehrungen unserer Unterkünfte haben extrem zugenommen. Die letzte Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz in Port Edward und jeder Eingang war durch einen extra Code gesichert. Nach Einbruch der Dunkelheit drehte dann noch ein Wachmann mit Hund seine Runden. Und auch hier in Durban gibt es hinter diversen verschlossenen Toren und Türen noch einen Notfall-Knopf in unserem Zimmer, durch den sofort der Sicherheitsdienst alarmiert wird.

Wir können im Moment nicht einschätzen, ob die ganzen Sicherheitsmaßnahmen immer notwendig sind oder ob das evtl. südafrikanischer Stadt-Standard ist. Im letzten Guesthouse sprachen wir bspw. mit deutschen Touristen, die alleine auf verschiedenen Märkten in den Städten der Transkei unterwegs waren und in Ermangelung anderer Alternativen auch mit den Kleinbussen gefahren sind, die hier fast nur von der ärmeren, schwarzen Bevölkerung genutzt werden.

Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf das Wochenende in Durban und sind gespannt auf das multikulturelle Treiben der Stadt.

4 Kommentare

  1. Das Einschätzen der Sicherheit ist bestimmt schwierig, in Afrika scheint das ja nochmals schwieriger zu sein als andernorts, z.B. in Kambodscha. Woran liegt das eigentlich?
    VIel Spass und alles Gute
    Carsten

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    • Ich hab auch keine Ahnung, woran das liegt. Wir haben im Moment beide kein wirkliches Gefühl dafür, wo es brenzlig werden könnte. Und das kenne ich so gar nicht.

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  2. Im Owamboland Namibias war es ähnlich ärmlich wie von euch beschrieben in der Transkei – wir waren die einzigen Weißen weit und breit und auch ich habe böse Blicke für Fotos geerntet. Da wir allerdings mit Hamunimes unterwegs waren, haben wir uns frei bewegt und waren auch auf den Märkten einkaufen. Ob ich das alleine gewagt hätte, weiß ich aber nicht…
    Noch viel Spaß. ich lese weiter mit… 😉
    Kerstin

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