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Vancouver Island

Vancouver Island: Fährfahrt

Unsere Zeit auf Vancouver Island ist fast vorbei und morgen geht es schon wieder auf die Fähre Richtung Vancouver City. Die letzten vier Tage verbrachten wir auf der größten Pazifikinsel Nordamerikas und erkundeten die Stadt Victoria und den Pacific-Rim-Nationalpark. Am Mittwoch holten wir zunächst Anika und Sebastian vom Flughafen in Vancouver ab und fuhren direkt im Anschluss weiter in ein Motel in der Nähe des Fährablegers nach Vancouver Island. Den Abend verbrachten wir gemeinsam auf der Terrasse des Motels und gingen früh schlafen. Anika und Sebastian steckte der lange Flug und die neun Stunden Zeitverschiebung in den Knochen. Ausgeschlafen ging es am nächsten Morgen um 9.00 Uhr auf die Fähre nach Vancouver Island und bei strahlenden Sonnenschein genossen wir die Fahrt durch die Fjorde.

 Vancouver Island: Victoria

Auf Vancouver Island angekommen, fuhren wir zunächst Richtung Süden und nach Victoria, der Hauptstadt British Columbias. Zusammen erkundeten wir die touristisch voll erschlossene Stadt mit britischem Flair, statteten u.a. dem Hafen und Parlamentsgebäude einen Besuch ab und schlenderten durch die Geschäfte. Victoria zieht in den Sommermonaten viele Touristen an und überall stehen Blumenbeete und -kübel in voller Blüte. Nach drei Stunden Sightseeing fuhren wir an der Ostküste wieder Richtung Norden und bis nach Qualicum Beach. Auf der Fahrt durchquerten wir dichten Nadelwald und konnten immer wieder die Aussicht auf die Seen und schneebedeckten Berge Vancouver Islands genießen.

Vancouver Island: Panorama

In Qualicum Beach stärkten wir uns in einem Restaurant mit frischem Fisch und fuhren weiter zum Tea Cozy Bed & Breakfast, unserer Unterkunft für die Nacht. Das Bed & Breakfast liegt etwas außerhalb des Ortes und wird von einem älteren Ehepaar betrieben, das in seinem Wohnhaus zwei sehr gemütliche Schlafzimmer untervermietet. Wie sich nach einem kurzen Gespräch mit den Eigentümern herausstellte, ist der Mann vor 46 Jahren aus der Schweiz nach Kanada ausgewandert und wir konnten uns ein wenig auf deutsch unterhalten. Den Tag ließen wir umringt von Gartenzwergen bei einem kanadischem Bier auf der Veranda unserer Unterkunft ausklingen.

Vancouver Island: Tea Cozy Bed & Breakfast

Unsere Vermieter servierten am nächsten Morgen frisches Obst, Yoghurt und Omelette und gestärkt starteten wir Richtung Pacific-Rim-Nationalpark, unserem Ziel für die nächsten drei Tage. Auf der Fahrt Richtung Westen durchquerten wir den MacMillan Provincial Park und erkundeten auf einem kurzen Rundwanderweg die bis zu 800 Jahre alten Douglasien. Die größten Bäume können einen Umfang von 9 Metern erreichen und fasziniert von den Riesen verbrachten wir einige Zeit in dem moosbewachsenem Wald.

Vancouver Island: MacMillan Provincial Park

Im Pacific-Rim-Nationalpark angekommen, änderte sich das Wetter schlagartig: Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein gingen über in dicke Nebelschwaden und es wurde deutlich kühler. Der überraschende Wetterumschwung machte uns nichts weiter aus und wir starteten auf eine kurze Wanderung zum Amphitrite Point Leuchtturm. Der Himmel klarte immer wieder auf und wir hatten tolle Ausblicke auf den Pazifik, die Steilküste und die kleinen vorgelagerten Inseln. Nach einiger Zeit schwamm dann auch noch eine Gruppe Robben entlang der Küste an uns vorbei. Nach der Wanderung bezogen wir unsere Unterkunft, eine kleine gemütliche Holzhütte inmitten des Ortes Ucluelet und weihten kurz darauf unseren Gasgrill ein. Den Tag ließen wir mit köstlichen Rindersteaks und guten Getränken ausklingen.

Vancouver Island: Blockhütte UclueletVancouver Island: Abendessen

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es in den 30 Kilometer entfernten Ort Tofino, wo wir für den Nachmittag eine Whale-Watching Tour buchten. Danach statteten wir dem Long Beach einen Besuch ab und Sebastian wagte den Sprung in den eiskalten Pazifik. Die ursprüngliche Küstenlandschaft des Long Beach ist übersät mit Treibholz und hinter dem Strand gedeiht üppiger, gemäßigter Regenwald. Im Anschluss an unseren Ausflug an die Küste erkundeten wir das nette Städtchen Tofino und probierten in einem Sushi-Restaurant frischen Fisch. Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Anbieter unserer gebuchten Whale-Watching Tour, wo wir mit roten Rettungsanzügen eingedeckt wurden. Unser Fahrer Eugine stellte sich vor und mit sieben weiteren Touristen fuhren wir in einem Schlauchboot aus dem Hafen. Nach wenigen Metern schaltete der Fahrer auf Vollspeed und wir düsten auf einer abenteuerlichen Fahrt hinaus aufs offene Meer.

Vancouver Island: Whale-Watching

Die ersten Wale, die wir sahen, waren zwei Schwertwale, eine Mutter und ihr sieben Tage altes Kalb. Nachdem Eugine das Boot gestoppt hatte, steuerte die Mutter direkt auf uns zu und schwamm unter dem Boot hindurch. Wir beobachteten die Schwertwale eine Weile und fuhren dann weiter zu einer Gruppe Grauwale. In der kommenden Stunde sahen wir schätzungsweise zehn Grauwale, die bis auf zwanzig Meter an uns heran schwammen. Wir hätten im Vorfeld nicht damit gerechnet, dass wir so viele der riesigen Lebewesen aus so kurzer Entfernung sehen werden. Auf der Rückfahrt machten wir noch bei einer großen Gruppe Seelöwen halt, konnten einige Seeotter beim Schwimmen beobachten und zurück im Hafen wärmten wir uns mit Tee und Kaffee auf.

Vancouver Island: Whale Watching

Als Abschluss des gelungenen Tages genossen wir frische Lachsfilets vom Grill. Heute folgte dann bei durchwachsenem Wetter eine Wanderung entlang des Wild Pacific Trail und als es am Nachmittag stärker anfing zu regnen, zogen wir uns nach einer Kaffeepause in unsere gemütliche Holzhütte zurück. Morgen fahren wir mit der Fähre wieder aufs Festland und erkunden in den nächsten zwei Tagen Vancouver.

2 Kommentare

  1. Hallo Ihr Vier, wir schwelgen bei Euren Schilderungen in Erinnerungen und wären gerne dabei. Bei unserer wale-watching-tour hatten wir damals nicht soviel Glück und außerdem war mir danach ziemlich schlecht (T.Brig.).Wir wünschen Euch weiter eine ganz tolle Zeit. T. Brig.u. O. Hartm.

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    • Danke und liebe Grüße von uns allen nach Bünde. Auf der Whale Watching Tour hatten wir wirklich großes Glück und vor ein paar Minuten ist ein Schwarzbär 10 Meter von uns entfernt davongelaufen. Das war auch sehr aufregend!

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