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Vientiane und Ayutthaya

Vientiane

Unsere Zeit in Vientiane verbrachten wir mit verschiedenen Rundgängen durch die Stadt. Vientiane wirkt, wie der Rest von Laos, eher verschlafen für die Hauptstadt eines Landes in Südostasien, kein Wunder bei ca. 350.000 Einwohnern. Das Wetter hier war sehr warm, wir haben sofort gemerkt, dass wir uns jetzt nicht mehr in den Bergen befinden. Das Stadtzentrum kann man gut zu Fuß erkunden und wir schauten uns unter anderem die vielen Tempel an. Beeindruckend war der ehemalige königliche Tempel Wat Ho Prakeo: In einem Seitenflügel sind verschiedene Buddha-Statuen zu sehen, die bei Ausgrabungen in der Stadt gefunden wurden.

Abends liefen wir über den Nachtmarkt am Ufer des Mekong und genossen unser Abendessen in Form von verschiedenen kleinen Grillspießen und frittierten Bällen aus Süsskartoffeln. Das Ufer des Mekong ist von einer neuen, großen Promenade eingefasst, auf der unzählige Fahrradfahrer und Spaziergänger durch die Nacht zogen.

Tuk Tuk Fahrt

Den nächsten Tag verbrachten wir mit einem Besuch des Nationalheiligtums, des Pah That Luang. Diese Stupa liegt einige Kilometer außerhalb des Zentrums von Vientiane und wir mussten uns zuerst ein Tuk Tuk besorgen. Der That selber war dann gar nicht so beeindruckend, wie wir erwartet hatten. Er besteht im Prinzip aus drei Reihen von Mauern mit einer großen, goldenen Stupa in der Mitte. Neben dem That lag noch ein großer, goldener Buddha, über den weder in unserem Reiseführer, noch im Internet etwas zu finden ist.

Pah That Luang

Buddha Pah That Luang

Vormittags kauften wir uns ein Ticket für den Nachtzug nach Bangkok. In Laos existiert nur eine Eisenbahnverbindung vom Bahnhof Thanaleng nach Nong Khai in Thailand. Die Bahnstrecke wurde vom Nachbarland Thailand gebaut, inklusive der Freundschaftsbrücke über den Mekong. Am Nachmittag holte uns ein Minibus ab und fuhr zum Bahnhof. Dort war nicht viel los, die drei Wagen, welche die Strecke befahren, warteten schon auf dem Gleis. Wir tranken noch ein letztes Beerlao, am Nebentisch tranken die Schaffner dasselbe (Beerlao bekommt man leider tatsächlich nur in Laos). Kurz darauf wurden Wagons geöffnet und wir starteten mit dem Zug Richtung Thailand.

Beerlao

In Nong Khai mussten wir 35 Minuten in der Schlange für unseren Einreisestempel stehen. Auf dem Gleis nebenan stand der Nachtzug nach Bangkok. Im Zug sitzt man sich auf zwei Einzelplätzen gegenüber, die Nachts zu einem Bett umgebaut werden. Ein zweites Bett wird aus der Wagondecke darüber ausgeklappt. Vorher wird auf Wunsch noch ein Essen am Platz serviert.

Bahnfahrt Laos - Thailand

Leider ist die Bahnstrecke von Nong Khai nach Bangkok etwas abgenutzt und der Wagon hat öfter stark geschaukelt (und z.T. flogen wir in unserem Bettabteil durch die Luft). Wir kamen trotzdem gegen 7 Uhr relativ gut ausgeschlafen in Bangkok an.

Ayutthaya

Nach einem Tag und einer Übernachtung in Bangkok nahmen wir am nächsten Morgen den Zug nach Ayutthaya. Ayutthaya liegt 2 Stunden nördlich von Bangkok und die Bahnfahrt in der dritten Klasse kostete pro Person gerade mal 0,40 €. Die 83.000 Einwohner zählende Stadt ist zwar (auf Grund des vielen Verkehrs und des Mülls) nicht sonderlich attraktiv, ein Besuch der alten Tempel- und Palastruinen der einstiegen Königsstadt lohnt sich aber allemal. Nach unserer Ankunft am Bahnhof und einem eher unfreiwillig langem Spaziergang durch die Stadt, erreichten wir unser Guesthouse Promtong Mansion gegen 14.00 Uhr. Kurzerhand entschlossen wir uns noch am selben Tag für eine Bootstour zu drei Tempeln außerhalb des Stadtzentrums. Gegen 16.00 Uhr holte uns ein Tuk Tuk ab und brachte uns sowie eine holländische Familie zum Bootsableger. Eine Station der zweistündigen Tour war u.a. ein Tempel, indem sich ein riesiger Buddha befand von dem lange orange Stoffbahnen abgeworfen wurden mit denen sich die Gläubigen einhüllten. Den Abend ließen wir noch mit einem Besuch des Nachtmarktes und einem Abendessen am Ufer des Flusses ausklingen.

Buddha Ayutthaya

Buddhakopf Wat Mahathat

An unserem zweiten Tag in Ayutthaya erkundeten wir die Tempelruinen der Innenstadt rings um den Rama Park. Bei den Anlagen sind zumeist nur die Grundmauern erhalten geblieben und zahlreiche kopflose Buddhafiguren säumen die Ruinen. Gegen Nachmittag wurde die Hitze (36°C und kein Lüftchen) dann allerdings so unerträglich, dass wir in das klimatisierte Zimmer unseres Guesthouses flüchteten, um am Abend noch mal aufzubrechen. Von 19 – 21 Uhr werden viele der Wats angestrahlt und die meisten Tagesbesucher befinden sich dann bereits auf dem Rückweg nach Bangkok. Somit waren wir fast die einzigen Touristen als wir nach Sonnenuntergang die bekannteste Ruinenstätte, Wat Mahathat ein zweites Mal besichtigten. Diesmal war die Stimmung ganz anders und auf Grund der Dunkelheit und der umherfliegenden Fledermäuse fast ein bisschen unheimlich.

Ruinen Wat Mahathat

Wat Mahathat Am nächsten Tag ging es dann schon wieder zurück nach Bangkok, wo wir am Samstag auf Julia und Alex trafen. Gemeinsam sind wir auf die Insel Ko Chang gefahren, wo wir noch bis zum 2. Februar bleiben.

2 Kommentare

  1. Hallo Ihr Zwei,
    eben habe ich ganz in Ruhe in Euren Reiseberichten geschmökert, wirklich interessant und sehr gut zu lesen! Wir freuen uns mit Euch über diese tolle Reise. Danke für die „big five“ und die Neujahrslichter aus Thailand. Einiges aus den Thailandberichten kannten wir auch schon von Daniel. Er hatte aber wohl öfter schlechtere Verkehrsmittel als Ihr. Wir sind gespannt auf die Fortsetzung Eures Blogs. T. Brigitte und O. Hartmut

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  2. Hallo nach Bünde,
    danke für euren Kommentar. Wir haben mittlerweile auch eine Minibus-Fahrt in Thailand hinter uns bei der wir Blut und Wasser geschwitzt haben. Liebe Grüße an Alle. Thorsten & Karolin

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