Artikel
0 Kommentare

Whitsunday Islands

Australien: Segeln bei den Whitsunday Islands

Die Nacht von Sonntag auf Montag verbrachten wir auf dem Campinpgplatz des Backpackerhostels Nomads in Airlie Beach. Nach der Anmeldung buchten wir unseren Segeltörn über das Hostel und für die Dauer des Ausflugs bekamen wir einen kostenlosen Parkplatz für unseren Bus auf dem Grundstück des Hostels gestellt. Montag Vormittag räumten wir unseren Camper auf und packten unser Gepäck für den dreitätigen Törn mit dem Segelschiff „Silent Night“. Aus Airlie Beach werden diverse Segeltouren zu den Whitsunday Islands angeboten, die meisten sind auf Rucksackreisende ausgelegt und richten sich an ein jüngeres Publikum. Wir haben uns für das Schiff Silent Night entschieden, weil auf dieser Tour viel gesegelt werden sollte, nur 12 Personen Platz auf dem sportlichen Schiff haben und wir den Törn von anderen Reisenden in Cairns empfohlen bekommen haben.

Australien: Segelschiff Silent Night im Hafen von Airley Beach

Um 14 Uhr trafen wir uns mit unseren Mitreisenden im Jachthafen von Airlie Beach und Steven, der Matrose der Silent Night sammelte uns am Treffpunkt ein. Wir liefen direkt zum Schiff und bekamen unsere Schlafplätze zugeteilt. Karo und ich bezogen eine kleine Kabine im hinteren Teil unter der Plicht des Schiffs. Anschließend verliessen wir unter Motor den Hafen und unser Skipper Cameron stellte sich vor, erläuterte grundlegende Verhaltensregeln für die Dauer des Törns und gab den Windbericht für die kommenden Tage bekannt: Montag und Dienstag war sehr wenig Wind angesagt, am Mittwoch morgen sollte es dann besser werden. Der Wetterbericht sollte sich als richtig erweisen, wir konnten wirklich erst am Mittwoch auf dem Rückweg nach Airlie Beach die Segel hissen.

Australien: Segelschiff Silent Night

Auf dem Weg zu unserem ersten Ankerplatz kamen die ersten Gespräche mit unseren Mitreisenden zu Stande. Nach dem Abendessen verbrachten wir den Abend mit 13 Personen in einer netten Runde in der Plicht und unterhielten uns. Außer Karo und mir waren zwei Franzosen, die in Luxembourg leben und arbeiten und in fünf Monaten um die Welt reisen, zwei Deutsche aus Frankfurt, die in sechs Monaten Neuseeland, Australien und Indonesien bereisen, sowie fünf Iren, ein Pärchen aus Dublin und drei Freunde aus Belfast an Bord. Der Abend ging relativ früh zu Ende, auch weil es schon um sechs Uhr am nächsten Morgen Frühstück geben sollte.

Australien: Whiteheaven Beach auf den Whitsunday Islands

Am Dienstag fuhren wir nach dem Frühstück unter Motor von unserem Ankerplatz zum Whitheaven Beach: Dieser Strand der Whitsunday Islands gilt als einer der schönsten Strände der Welt. Sein Sand hat einen Quarzgehalt von 99% und er wirkt dadurch fast reinweiss. Steven setze uns mit einem kleinen Dinghi von der Silent Night zum Startpunkt eines kurzen Wanderwegs über. Unsere Reisegruppe lief zu einem Aussichtspunkt, wir konnten von einer Aussichtsplattform einige Fotos des Strands machen und nutzten danach die Gelegenheit ausgiebig im Meer zu schwimmen. Das Wetter war schön, das Wasser hatte eine Temperatur von 22 Grad und wir genossen die Zeit am Whitheaven Beach sehr. Leider kam auch am Rest des Tages kein Wind mehr auf und so mussten wir unsere nächsten Ziele unter Motor anlaufen. Wir machten im weiteren Verlauf des Tages noch in zwei Buchten fest und erkundeten die Unterwasserwelt mit Schnorchel und Taucherbrille. Die Sicht war sehr gut und wir konnten wieder einige Schildkröten, mehrere große und zutrauliche Lippfische und viele Korallen bestaunen. Abends fuhren wir mit dem Beiboot zum Sonnenuntergang noch auf eine kleine Sandinsel und ließen den Tag wieder gemeinsam in der Plicht ausklingen.

Australien: Schildkröte von den Whitsunday Islands

In der Nacht zu Mittwoch kam dann wirklich Wind auf und wir konnten nach dem Frühstück zum ersten Mal die Segel setzen. Mit 10 Knoten Fahrt sind wir zurück zum Hafen von Airley Beach gesegelt und trafen gegen 11 Uhr dort ein. Nach einer Verabschiedung liefen wir zurück zu unserem Camper und verbrachten den Tag mit organisatorischen Dingen und einem Mittagsschläfchen. Abends war für unsere Segelgruppe ein Tisch in einer lokalen Kneipe reserviert und nachdem Karo und ich in einem netten Restaurant Fisch gegessen haben, trafen wir dort noch einen Teil unserer Reisegruppe wieder.

Australien: Segeln auf der Silent Night vor den Whitsunday Islands

Gestern und heute verbrachten wir nach unserer Abreise aus Airley Beach fast ununterbrochen im Auto. Wir fuhren, unterbrochen von einer Übernachtung an der Landstraße bis nach Agnes Water und werden die nächsten Tage hier und im benachbarten Town of 1770 verbringen. Außerdem haben wir heute Unterkünfte für unsere Zeit auf den Cook Islands angefragt. Wir werden neben Rarotonga auch noch die Inseln Aitutaki und Atiu besuchen und freuen uns schon sehr auf diesen Abschnitt unserer Reise.

Kommentar verfassen